HOLOFICTION
Regie: Michal Kosakowski | Dokumentarfilm | 102 Minuten | ohne Dialoge
Wie viel von dem, was wir über den Holocaust zu wissen glauben, stammt eigentlich aus Filmen und Serien?
Für Holofiction hat Regisseur Michal Kosakowski mehr als 3.000 fiktionale Werke von 1938 bis heute gesichtet.
Ihre Szenen fügt er zu einer Montage, ohne Kommentar, in diesem experimentellem Dokumentarfilm zusammen.
Über Jahrzehnte sind diese Motive zu einer festen Bildsprache geworden, fast zu einem eigenen Genre. Der Film stellt diese Ausschnitte nebeneinander, bis die Muster sichtbar werden. Er knüpft an Claude Lanzmanns Zweifel an, ob sich dieses Verbrechen in der Fiktion überhaupt darstellen lässt. Die eigens komponierte Musik von Paolo Marzocchi macht die Montage zugleich abstrakter und emotionaler.
Holofiction ist ein hypnotischer, verstörender Essayfilm über die Bilder in unseren Köpfen und darüber, wer sie gemacht hat.
Tickets:

